#26: Barrieren behindern

Barrieren sind Umstände, die uns daran hindern unser Ziel zu erreichen. Die Gestalt, in der diese uns im Alltag begegnen, kann dabei unendlich viele Formen annehmen: eine gesperrte Straße, ein verengter Fußweg, ein defekter Aufzug oder eine verschlossene Tür. Aber genauso auch ein zu hohes Regal im Supermarkt, ein besetztes WC im Moment größter Not oder ein schlecht ausgeschildertes Verwaltungsgebäude.

Barrieren sind vielfältig und können sich vor jedem von uns auftun, jederzeit. Doch eines haben sie immer gemeinsam: sie behindern uns. Es liegt nicht an uns, dass wir zu groß oder zu klein für die Einbau·küche unserer Mietwohnung sind. Es liegt nicht an uns, dass wir aus welchem Grund auch immer keine Treppen steigen können und deswegen das Bahngleis unerreichbar ist. Es liegt nicht an uns, dass wir im alltäglichen Leben behindert werden.

Die gebaute Umwelt ist voller Barrieren. Viele davon wurden (bisher) unbewusst übersehen. Viele wurden bewusst (noch) nicht beseitigt. Barrieren behindern unseren Alltag nicht nur. Viel zu oft verhindern sie Teilhabe am selbstbestimmten, gesellschaftlichen oder auch „nur“ komfortablen Leben.

Behindern ist heilbar und wenn Barrieren gebaut werden können, kann man sie auch beseitigen. Das ist bauliche Inklusion.